50 Jahre Taunus-Schule

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1964 richtete der Sonderschullehrer Otto Tresch an der Volksschule Nastätten eine Sonderschulklasse ein, und schon 1970 gab es in der Blaufärberstadt eine selbständige „Sonderschule L“ mit vier Klassen und über 60 Schülern. Auf 50 ereignisreiche und wechselvolle Jahre kann die „Taunus-Schule“ nun zurückblicken. Zur Geburtstagsfeier begrüßte Förderschulrektorin Stefanie Grabowski neben Schülern, Kollegium und Eltern auch zahlreiche Gäste, unter ihnen die Leiter der benachbarten Schulen und der Förderschulen des Kreises, ihren Vorgänger Friedhelm Graef, die pensionierte Kollegin Sybille Klamp und den Elternbeiratsvorsitzenden Kortus. In einem kurzen Rückblick wurde deutlich, mit welchen Raumschwierigkeiten und ständig schwankenden Schülerzahlen die Schule zu kämpfen hatte. Erst 1984 konnte sie mit vier Klassen in die ehemalige landwirtschaftliche Kreisberufsschule einziehen, die 2006 einen großzügigen Anbau erhielt. Im Schuljahr 2003/4 besuchten noch 113 Mädchen und Jungen aus den Verbandsgemeinden Nastätten und Loreley die Ganztagsschule mit ihrem beträchtlichen Angebot an Arbeitsgemeinschaften, doch heute sind es nur noch knapp die Hälfte. Stefanie Grabowski ist stolz darauf, welche berufliche Laufbahn viele ihrer „Ehemaligen“ geschafft haben. Dank kleiner Klassen können sich enge Beziehungen entwickeln. Dass dies keine leere Behauptung ist, zeigten die Lieder und Tänze der einzelnen Klassen. Die Klasse 2-4 erfreute mit Rolf Zuckowskis starkem Lied „Das eine Kind ist so, das andre Kind ist so“, von der Schulleiterin auf die Kinder passend umgetextet. Selbst einstudierte Tänze konnte die Klasse 7/8 zum Festakt beitragen, und Klasse 5/6 brillierte mit einem von ihrer Lehrerin Tanja Brandner-Galluzzi verfassten Rap. In seiner Festansprache übermittelte Landrat Frank Puchtler „einen großen Dank an alle, die hier Verantwortung trugen und tragen“. Schon der Name der Schule deute an, dass ihre Schüler aus einem weiten Einzugsbereich kommen und demnächst neue Kameraden aus der aufgelösten Schule Altendiez erwarten können. Es gelte, die mit der Inklusion gebotene Chance verantwortungsvoll zu nutzen. Ein Miteinander von Förderschule und Schwerpunktschulen scheine ihm sinnvoll. Also: „toi-toi-toi“ für die nächsten fünfzig Jahre, in einem guten Klima und mit einem engagierten Team. Stadtbürgermeister Emil Werner überbrachte die Grüße der Bürgerschaft und erinnerte an die wechselvolle Schulgeschichte. Die Stadt sei zwar nicht Schulträger, doch immer gern zu helfen bereit. Er begrüßte den Kreistagsentscheid zum Erhalt der Taunus-Schule und überreichte einen Scheck. Für Gäste, Schüler und Eltern gab es anschließend ein abwechslungsreiches Programm im Haus und auf dem Freigelände. Bildergalerien erinnerten an bedeutsame Ereignisse im Schulgeschehen, die Theater-AG führte „Rumpelstilzchen“ auf, ein Fußballfeld lockte zum Bolzen und viel Interesse fand die fahrbare „Waldschule“ der Landesjagdverband-Kreisgruppe Rhein-Lahn. Auf der Hüpfburg herrschte Hochbetrieb und gern nutzten viele Kinder die Gelegenheit zum Ponyreiten. Natürlich gab es auch Speisen und Getränke bei dieser gelungenen Geburtstagsfeier, zu der die Schülerzeitung eine Festschrift als Sonderausgabe herausgegeben hatte. (wo) BUZ: Klasse 5/6 begeisterte mit „Rap“. BUZ: Hüpfburg und Fußballfeld waren Attraktionen BUZ: Vielseitig und informativ: die „Waldschule“ der Jäger. BUZ: Auf dem Museumsplatz herrschte Hochbetrieb.
Winfried Ott

(Quelle: Blaues Länchen vom 17.07.2014)

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