Probleme der Schüler werden besprochen

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Probleme der Schüler werden besprochen

Disziplinarausschuss will in der Taunus-Schule Streit zwischen den Jugendlichen vermeiden

NASTÄTTEN. Beschimpfungen, Rangeleien, Bedrohungen, Prügeleien – wie an allen Schulen Deutschlands hat die Gewalt auch an der Taunus- Schule zugenommen. Die Schüler und Lehrer wollten das nicht mehr einfach so hinnehmen. Deshalb haben sie gemeinsam einen Disziplinarausschuss eingerichtet.

Zwei Lehrer haben sich zu Streitschlichtern ausbilden lassen und anschließend mit den Klassensprechern der Schule einen Maßnahmenkatalog erstellt, der später mit allen Schülern in den Klassen besprochen und nach einigen Änderungen in der jetzigen Form angenommen worden ist. Im Maßnahmenkatalog sind für bestimmte Vergehen Strafen festgelegt. Jeder Schüler oder Lehrer kann einen Disziplinarausschuss beantragen. Daraufhin wird ein Termin festgelegt. An der Versammlung nehmen dann alle Klassensprecher beziehungsweise ihre Vertreter, der Vertrauenslehrer, die Betroffenen und deren Klassenlehrer so wie die Streitschlichter teil. Die Streitschlichter leiten auch das Gespräch.

Die Versammlung hört zunächst beide Seiten an, dann kann jeder andere Teilnehmer seine Meinung dazu sagen, um eine gute und gerechte Lösung zu finden. Das besondere am Disziplinarausschuss ist, dass nicht nur die Lehrer Strafen verhängen sondern auch die Schüler! Die Lehrer beraten nur, wenn die Schüler nicht weiterkommen.

Während jeder Sitzung wird ein Protokoll geführt und der Schiedsspruch festgehalten. Durch den gemeinsam erarbeiteten Maßnahmenkatalog akzeptieren die betroffenen Schüler den Schiedsspruch eher und sehen die eigenen Fehler leichter ein. Für die Beschuldigten ist es meist viel unangenehmer von den Mitschülern zurechtgewiesen zu werden als von Lehrern.

Bei schweren Verstößen gegen die Schulordnung bekommen die Eltern der betroffenen Schüler ein Protokoll der Disziplinarausschusssitzung zugeschickt und manchmal werden weitere Maßnahmen eingeleitet. Seit wir den Disziplinarausschuss haben, ist es an unserer Schule wieder friedlicher geworden, weil alle Schüler mithelfen, dass Konflikte schnell beigelegt werden.
Klasse 9 a der Taunusschule Nastätten

 

Zwei Drittel haben ein Handy

In Klassen die Handhabung erfragt – Meist SMS, um Kosten zu sparen

NASTÄTTEN. Die Klasse 9 b untersuchte im Rahmen des Medienprojekts unserer Zeitung, wie viele Schülerinnen und Schüler ein Handy besitzen, befragt wurden die Klassen fünf bis neun.

Die Klasse 9 b der Taunus- Schule erarbeitete einen Fragebogen, der an die Klassen verteilt wurde, insgesamt nahmen 77 Schüler an der Umfrage teil. Von den 77 Jugendlichen haben 49 ein Handy, dies entspricht 64 Prozent. 28 haben kein Handy (36 Prozent). Von 48 Jungen haben 29, von 29 Mädchen haben 20 ein eigenes Mobiltelefon.

Im Durchschnitt geben die Schülerinnen und Schüler mit Handy zwischen 15 und 30 Euro pro Monat für ihr Handy aus. Fast alle Befragten gaben an, dass sie ihre Handykosten zum größten Teil selbst bezahlen, nur ein geringer Teil bekommt die Kosten von den Eltern erstattet.

Warum hat man ein Handy? Auf diese Frage gaben die meisten Schüler an, immer erreichbar sein zu wollen und es in Notfällen nutzen zu können. Einige nutzen das Handy, um telefonieren zu können, ohne dass die Eltern es mitbekommen. Im Durchschnitt werden mehr SMS verschickt als telefoniert – vor allem um Kosten zu sparen. 53 Prozent der Schüler bevorzugen keine bestimmte Handymarke.
Klasse 9 b der Taunus-Schule Nastätten

(Quelle: Rhein-Lahn-Zeitung 04.04.2003)

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